Graf von Löwenburg

 

Familienwappen, Stiftung, Recht und Bedeutung

Wappen fazinieren die Menschen sein vielen Jahrhunderten. Immer wieder tauchen die
gleichen Fragen und diverse unterschiedliche Antworten auf. Alle diese Antworten sind
genau zu prüfen, damit man keine unangenehmen Überraschungen erlebt.

 

Vorneweg bleibt zu sagen, dass es eindeutige rechtliche Grundlagen gibt, die allerdings
von verschiedenen Personen und Medien nach deren Belangen und (manchmal auch
abwegigen oder betrügerischen) Absichten unterschiedlich ausgelegt werden.

Rechtliche Hinweise zur Wappenstiftung

In Deutschland gibt es seit Ende der Monarchie 1918 keine Wappenverleihung oder
Wappenbestätigung mehr. Die Wappenannahme unterliegt keiner Genehmigungspflicht.
 

 

Das Recht zur Annahme eines Wappens steht jeder rechtsfähigen Person zu,
vorausgesetzt, es werden keine fremden Rechte berührt. Die Annahme eines Wappens
erfolgt durch (formlose) Stiftung, das heißt die einseitige Erklärung, ein bestimmtes, von einem Heraldiker oder selbst entworfenen Wappen solle das eigene und das der Familie sein. Es bedarf keiner behördlichen oder gerichtlichen Mitwirkung.
 

 

Zu beachten ist dabei, dass das neue Wappen keinem bereits existierenden gleicht
(Ausschließlichkeitsgrundsatz). Kann jemand an einem Wappen ältere Rechte geltend
machen, muss der spätere Wappenstifter weichen. Das angenommene Wappen muss
richtig blasoniert sein, und es muss durch Eintragung in eine Wappenrolle oder auf
andere geeignete Weise veröffentlicht werden. Wer ein fremdes Wappen verwenden
will, muss die Erlaubnis des Inhabers einholen.
 

 

Der Stifter kann in einer Wappensatzung den Kreis derjenigen bestimmen, die zur
Führung des Wappens berechtigt sein sollen. Trifft er keine besondere Bestimmung, so
sind nach herkömmlichem Brauch die Nachkommen im Mannesstamm führungsbe-rechtigt. Frauen führen (nach ihrer Wahl) das Wappen des Vaters oder Ehemannes. Einem Wappenstifter steht es allerdings frei, die Fortführung des Wappensauch in der weiblichen Linie vorzusehen.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wappenrecht#p-search

Wappenhandel / Wappenschwindel

Der Wappenhandel boomt, leider der Wappenschwindel ebenfalls. Heraldiker, Wappen-rolle, sind Bezeichnungen, die einm oftmals unter glänzenden Hinweisen vorgegaugelt werden, um überteuert eine Dienstleistung zu erbringen.

 

Keine Frage, gutes Handwerk kostet gutes Geld. Allerdings kommt es darauf an, was
man benötigt. Es gibt gerade in der heutigen Zeit technische Möglichkeiten, die eine
gleichwertige Dienstleistung mit Eigenleistung erbringen. Z. B. kann man sich sein
erstelltes Wappen ja selber ausdrucken, anstelle es handkoloriert liefern zu lassen.

 

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